Stifte raus! Kinoplanung!

Die Hofer Filmtage gehen zuende, wir holen jetzt endlich Schlaf nach. Vorher sagen wir Ihnen aber nochmal, was Sie in Ihren Kinoplaner 2012 schreiben müssen.

 

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Hof hat seine Hauptrolle – zum Abschluss der 45. Hofer Filmtage

"Das unsichtbare Mädchen" von Dominik Graf, mit Ronald Zehrfeld, Anja Schiffel und Ulrich Noethen (von links)

Mit einer in jeder Hinsicht gelungenen Premiere verabschiedeten sich gestern die Hofer Filmtage von ihrem 45. Jahrgang. Dominik Graf beweist mit seinem neuen Film „Das unsichtbare Mädchen“ einmal mehr, dass es den spannend und stringent erzählten, realistischen Kriminalfilm mit Niveau jenseits der ausgetretenen „Tatort“-Pfade  noch gibt.

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“Oida, ist das schön geworden!”

Posertum und Gangstergehabe, das kennt Regisseur Alexander Riedel ziemlich gut. Für seine Doku “Hundsbuam” hat er neun Jungs einer Intensivklasse begleitet, die an normalen Schulen keiner mehr will. Für die Lehrer eine echte Herausforderung, für einen Dokufilmer erst recht.

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Another fucking… One-Woman-Show

Katharina Marie Schubert ist eigentlich eine gut gebuchte Schauspielerin, aber scheinbar ist sie nicht ganz ausgelastet. In ihrer Freizeit hat sie mit “Another Fucking…” bereits ihren zweiten Kurzfilm geschrieben, finanziert, produziert, realisiert und selbstverständlich auch darin mitgespielt. Sie wollte einfach mal sehen, ob sie das kann, sagt sie. “Aber Hallo, sowas von!” sagen wir.

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Sexkomödie mit Raubtierfrauen

Ein Drittel aller Pärchen lernen sich mittlerweile angeblich im Internet kennen. Wenn man “Dating Lanzelot” sieht, denkt man sich: “Nich’ euer Ernst, wie soll das denn bitte funktionieren?!?” Denn die Online-Dates von Lanzelot sind – ohne zu übertreiben – größere Naturkatastrophen. Ob das alles auf persönlichen Erfahrungen der Macher beruht? Gunnar Mergner hat bei Regisseur Oliver Rihs nachgefragt.

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Späte Leidenschaften

"Brand - Eine Totengeschichte" von Thomas Roth, mit Josef Bierbichler und Angela Gregovic

Auf Josef Bierbichler kann man sich verlassen – ich kann mich nicht erinnern, jemals einen wirklich schlechten Film mit ihm gesehen zu haben. Gestern Abend hatte die deutsch-österreichische Koproduktion „Brand – eine Totengeschichte“ von Thomas Roth Premiere, und wenn das Genrekino in diesem Jahr in Hof wieder stark vertreten ist, dann ist dies einer der besten Filme zum Genre „Verhängnisvolle Affaire“.

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Bloß kein U2-Bono-Gutmenschenfilm!

Wer glaubt Regisseure tragischer Filme können nur traurig, der täuscht sich. Das beste Beispiel: Maggie Peren. Sie ist mit ihrem aufrüttelnden und großartigen Flüchtlingsdrama “Die Farbe des Ozeans” in Hof. Maggie findet: Europa mordet und schaut weg, ist dennoch gegen den erhobenen Zeigefinger und bei allen Problemen unserer verrückten Welt vor allem eines: trotzdem fröhlich.

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„Eine Frage der mentalen Einstellung“ – Heinz Badewitz im Gespräch

Festivalleiter Heinz Badewitz in Aktion (Foto: Hermann Kauper)

Wer 45 Jahre lang ununterbrochen ein jährliches Filmfestival leitet und immer noch voller  Begeisterung von einem neuen Film erzählen kann, den er gerade gesehen hat, der muss ein Geheimnis haben. Das wollte ich herausfinden und traf mich mit Heinz Badewitz zum Zwiegespräch – mal ganz bewusst ohne Kamera und Recorder.

Zunächst fällt auf, dass der Mann mitten im hektischen Festivalbetrieb völlig entspannt ist, und zwar nicht nur weil er ein gutes Team hinter sich weiß und jahrzehntelange Erfahrung hat, sondern weil er sich seiner Sache sicher ist und mit seiner Arbeit identisch.

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SciFi fast ohne Geld

Einen Science Fiction drehen fast ohne Geld und noch dazu im alles andere als futuristisch aussehenden München – das geht. David Emmenlauers HFF-Abschlussfilm “Ein Leben auf Probe” beweist das. Wie genau er aus wenig Kohle viel Zukunft gemacht hat, erzählt er Gunnar Mergner auf dem Dach des City-Kinos.

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Überraschungspreis und schwere Kost

Peter Kern

Peter Kern

Die Hofer Filmtage vergeben traditionell keinen eigenen Preis, aber es gibt gestiftete Förderpreise und den Filmpreis der Stadt Hof, der gestern Abend verliehen wurde. Den bekam diesmal überraschenderweise das österreichische „enfant terrible“ Peter Kern, der mit seinen Trash-Filmen wie „Haider lebt“ oder „Donauleichen“ seit vielen Jahren die Grenzen des Zumutbaren auslotet.

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Die sechs Staaten des Paul Poet

Haben Sie auch einen verrückten Aussteigerplan in der Schublade? Einen Traum vom ganz anderen, fürchterlich unkonventionellen Leben abseits aller gesellschaftlichen Zwänge? Manchen genügt das einsame Blockhaus in Kanada, andere brauchen gleich einen eigenen Staat, genauer: wollen selbst der Staat sein. “Empire Me” von Paul Poet zeigt sechs solcher Micro-Nationen. Gunnar Mergner hat den Wiener Journalisten, Autor und Regisseur im Kinofoyer getroffen.

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Wer braucht schon Superschurken, es gibt doch Teenies!


45 Jahre alt werden Hofer Filmtage dieses Jahr. Graumeliert und schmerbäuchig sind sie deswegen noch lange nicht. Der Grund: das große Herz des Festivalchefs Heinz Badewitz für Gewagtes, Trashiges und Freizügiges. Doch dieses Jahr sind erstaunlich viele Filme mit unerwartet schweren Themen und vor allem verkorksten Teenies dabei. Einer davon: der Eröffnungsfilm Bastard von Carsten Unger. Gunnar Mergner hat den Regisseur auf dem Hoteldach getroffen.

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Heimat ist da, wo man sich aufhängt

Bier, Bergblick, Lederhose und Geranien – oder kurz: Klischee-Bayern. Südlich des Weißwurst-Äquators gibt’s aber auch linksalternative Revoluzzer. Zum Beispiel: Quirin aus “Trans Bavaria” und seinen Erfinder Regisseur Konstantin Ferstl. Gunnar Mergner spricht mit dem HFF-Absolventen über das Leiden an der Heimat und das Revival der Region in der Popkultur.

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Etwas wird sichtbar – „Die Unsichtbare“ und das moderne Regietheater

"Die Unsichtbare" von Christian Schwochow

"Die Unsichtbare" von Christian Schwochow

Starkes Schauspielerkino zeigte Christian Schwochow gestern Abend in einem restlos überfüllten Kinosaal, mit seinem neuen Film „Die Unsichtbare“ – eine dramatische Psychostudie über modernes Regietheater und seine Exerzitien. Der Film wurde schon nach der Premiere schnell mit dem Etikett „Black Swan auf Deutsch“ belegt, dabei ist er besser, nicht nur weil er psychologisch ausdifferenzierter ist.
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“Geschäfte” in Hof

Die Auswahl der Schauspieler, der Vertrag zur die Finanzierung des nächsten Projekts oder ein Deal über die perfekte Filmlocation – all’ das läuft bei den Hofer Filmtagen irgendwie anders, unkonventioneller und findet bisweilen in einer besonderen “Örtlichkeit” statt. Gunnar Mergner verrät Ihnen wo genau und was Sie in diesem Blog zu den Hofer Filmtagen 2011 alles erwartet.

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Böse Kinder – Hof läuft sich warm

Regisseur Carsten Unger vor seinem Filmplakat

Regisseur Carsten Unger vor seinem Filmplakat

Gestern Abend also das Eröffnungsritual mit der unerwartet kurzen und präzisen Ansprache von Heinz Badewitz und der Premiere von „Bastard“, dem ersten Langfilm von Carsten Unger. Wenn es darum ging, gleich mal den Könnenstand und das erstaunliche handwerkliche Niveau der jungen Filmemachergeneration in Deutschland zu demonstrieren – dann war das eine gute Wahl.

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Festival für Junge Talente

Ein Beitrag des ARTE Journal

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Hofer Filmtage – die 45. !

Szene aus "Bastard". Carsten Ungers (34) Spielfilmdebüt.

Szene aus "Bastard". Carsten Ungers (34) Spielfilmdebüt.

Ist denn schon wieder Hof-Zeit? Ja, und wir werden an dieser Stelle wieder täglich berichten – über die Filmschaffenden, über die Schauspieler, über aktuelle Tendenzen, über die Atmosphäre, aber vor allem über die Filme, denn Hof ist bekanntlich kein Glamour-Festival, sondern immer noch „Home Of Films“ ! Das traditionelle Fussballspiel zwischen Filmschaffenden und dem Hofer Team, sowie die Hofer Bratwurstseligkeit müssen nicht mehr extra erwähnt werden, sie gehören als bekannte Fixpunkte zu den Filmtagen wie die Festival-Ikone Heinz Badewitz, der das Festival zum 45. Mal in Folge leitet.
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